DJANGO REINHARDT FESTIVAL 2013
Hildesheim - Germany
Memorial Django Reinhardt
Am 05/06. und 07. Juli 2013
Hildesheim - Gut Steuerwald - Mastbergstraße 19
Das 13. Internationale Django Reinhardt Festival “Magic Gypsy Sounds from West to East” vom 05. – 07. Juli 2013 freut sich auf Ihren Besuch.
Eines der schönsten und stimmungsvollsten Django Open-Air Festivals in Europa geht diesmal über 3 Tage und ist auch dieses Jahr ein Muss, nicht nur für die Fans.
Nachwuchs- Kinder und Jugend-Musikfest
Der dritte Festivaltag, dient der Talentförderung.
Mit diesem Projekt, verbinden wir unser Ziel, im Live Musikbereich, eine
gezielte nachhaltige Nachwuchsförderung zu etablieren.
Das Projekt, wendet sich an Sintikinder und jugendliche Sinti, Sie können an einem besonderem kulturellen Ereignis teilnehmen, dass Ihnen normalerweise nicht zugänglich ist.
Damit wird auch die Möglichkeit geschaffen, Talente zu erkennen und im Nachgang, gegebenenfalls zu fördern.
3 Tage Hildesheim 2013: Freuen Sie sich auch dieses Jahr auf excellente Musik der Meister des Genres.
Auf Atmosphäre, Gastfreundschaft und Lebensfreude, und natürlich auf die legendären Fleischspiesse.
Auch diesmal zeichnet der Verein Hildesheimer Sinti sich für Organisation und Catering verantwortlich. Vielen Dank schon mal an das Team und Ricardo!
5. & 6. Juli – Eintritt pro Abend 15,00
EUR – Einlass jeweils um 18 Uhr – Beginn jeweils um 19:30 Uhr
und 7. Juli – Eintritt 10,00 EUR - Einlass um 16:00 Uhr – Beginn
17:00 Uhr
Karten für alle drei Tage sogenannte Bigticket’s
35,00 EUR
Karten für den 5 .& 6. JUli sogenannte CombiCard 25,00 EUR
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Programmdetails folgen…

Was ist Gypsy-Swing?
Wer glaubt, Jazz sei eine rein amerikanische Musik, wird durch Gypsy-Swing
eines Besseren belehrt, denn er ist im Zentrum Europas, in Paris entstanden.
Als eine eigenständige Variante des Jazz mit einem unverwechselbaren
Sound ist Gypsy-Swing der erste europäische Beitrag zur Entwicklung
des Jazz, lange bevor sich ab Mitte der 60er ein spezifisch europäischer
Jazz-Mainstream entfaltete.
Die Geschichte des Gypsy-Swing begann nämlich schon Mitte der 30er,
als der Leiter des Pariser Jazzclubs Hot Club de France den jungen Gitarristen
Jean Baptiste „Django“ Reinhardt entdeckte, einen belgischen
Sinti, der in einem Caféhaus-Orchester spielte. Wenig später
entstand das Quintette du Hot Club de France, dessen damals einzigartige
Besetzung bis heute den Prototyp der Gypsy-Swing-Ensembles darstellt.
Django Reinhard teilte sich die Solisten-Rolle mit dem Violinisten Stephane
Grappelli, während die Rhythmusgruppe lediglich aus zwei Rhythmusgitarristen
und einem Bassisten bestand. Es handelte sich also um eine Besetzung
ausschließlich aus Saiteninstrumenten! Das Fehlen der sonst im
Klang so dominanten Blechbläser war die Voraussetzung dafür,
dass die Gitarre erstmals in der Geschichte des Jazz aus ihrer reinen
Begleiterrolle heraustreten und Soloinstrument werden konnte. Dabei
war Django Reinhardts wegweisende Virtuosität umso erstaunlicher,
als er infolge einer Brandverletzung seiner Hand die Melodielinien nur
mit zwei Fingern (!) spielen konnte. Ebenso verblüffend war sein
harmonischer Einfallsreichtum, der selbst Elemente des musikalischen
Impressionismus’ einbezog, denn Django konnte gar nicht Noten
lesen und verdankte seine theoretischen Kenntnisse dem klassisch ausgebildeten
Stephane Grappelli.
Wie aller Jazz ist auch der Gypsy-Swing eine Stil-Fusion, wobei Django
Reinhardt die Musik der Sinti mit französischen Musette-Walzern
und – als einziges nicht-europäisches Element – dem
damals populären Swing-Jazz der USA kombinierte. Anders als im
Swingrhythmus üblich werden im Gypsy-Swing allerdings nicht alle
vier Viertel in gleicher Weise betont (Fourbeat), sondern nur jeweils
das zweite und das vierte (la pompe). Auch wenn der späte Django
Reinhardt bereits mit Bebop experimentierte, halten die meisten Gypsy-Swing-Gruppen,
die sich über den ganzen Globus verteilen, an dem von ihm entwickelten
Swing-Stil und seiner Ensemblebesetzung selbst heute noch fest. Das
ist bedingt durch den starken Traditionalismus der Sinti, bei denen
die Jüngeren die Musik durch genaues Zuhören und Nachspielen
von den Älteren lernen. Selbst der Name Hot Club taucht in der
Szene noch häufig auf. Gelegentlich wird in der Besetzung die Violine
durch eine Klarinette, ein Sopransaxophon oder auch ein Akkordeon ersetzt,
letzteres natürlich wegen der musikalischen Nähe zum Musette-Walzer.
Die Klangfarbe der Klarinette, die Django Reinhard bereits selber eingesetzt
hatte, zeigt übrigens eine Richtung an, in der die Musik noch weiterentwickelt
werden kann und wird: Klezmer (NUNU!). Andere Musiken, die sich der
Gypsy-Jazz einverleiben konnte, sind Samba, Bossa Nova (Hannes Beckmann
und SINTO), Bluegrass (Harmonious Wail) und sogar Rockabilly (The Vignatis).
Bei ihnen besteht aufgrund des von Gitarren getragenen Rhythmus’
und Fehlens von Blechbläsern eine gewisse musikalische Verwandtschaft
mit dem Gypsy-Swing. Zwar gibt es auch musikalische Ausbrüche in
Richtung Fusion, wie sie das ehemalige Wunderkind der Szene Bireli Lagrene
an der Seite u. a. von Al di Meola und Jaco Pastorius unternahm, doch
die „organische“ Weiterentwicklung des Gypsy-Swing findet
sich heute bei solchen Gruppen wie Opa Tsupa (F), Selmer #607 (F), Lagrenes
eigenem Gypsy-Project, L’Ensemble Zaiti (F) oder Manugadjo (D).
Und übrigens: Der 23. Januar 2010 war Django Reinhardts 100. Geburtstag!
| Foto Download - 11. Django Reinhardt Festival - Hildesheim 2011 |
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E-Mail: sintifestival@arcor.de
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